In seiner ersten Sitzung des Jahres 2026 hat sich der Vorstand und Vereinsausschuss des Bürgerverein Bamberg Ost intensiv mit der Situation der E‑Ladeinfrastruktur im Stadtteil befasst. Das Ergebnis ist alarmierend: In ganz Bamberg Ost existiert nach aktuellem Kenntnisstand lediglich eine einzige öffentliche Ladestation – am Heinrich‑Weber‑Platz, ausgestattet mit zwei Ladepunkten.
Angesichts der bundesweit stark steigenden Zahl an Elektrofahrzeugen – allein 2025 wurden über 545.000 neue batterieelektrische Fahrzeuge zugelassen, ein Zuwachs von mehr als 43 % gegenüber dem Vorjahr – ist diese Situation aus Sicht des Bürgervereins nicht länger tragbar. Für 2026 wird ein weiterer Anstieg bei den E‑Neuzulassungen erwartet.
„Es ist völlig unverständlich, dass ein wachsender und größter Stadtteil wie Bamberg Ost mit tausenden Bewohnerinnen und Bewohnern nur eine einzige öffentliche Lademöglichkeit hat“, erklärt der Vorsitzende Jochen Kellner. „Wer Elektromobilität ernst nimmt, muss auch die notwendige Infrastruktur bereitstellen.“
Der Bürgerverein kritisiert zudem, dass das bayerische Förderprogramm für öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur (Ladeinfrastruktur Bayern 2.0), das bis zum 31.12.2025 lief, offenbar nicht genutzt wurde – zumindest nicht für Bamberg Ost.
Mit dem neuen Förderprogramm ab 01. Januar 2026, das auch Kommunen und kommunale Verwaltungsgemeinschaften ausdrücklich antragsberechtigt macht, sieht der Bürgerverein nun eine dringende Chance, den Ausbau endlich voranzutreiben.
Der Bürgerverein Bamberg Ost fordert daher:
- einen sofortigen Ausbauplan für neue Ladepunkte im gesamten Stadtteil,
- die konsequente Nutzung aller verfügbaren Förderprogramme,
- die Einführung platzsparender Laternen‑Ladepunkte für Anwohner ohne eigene Stellplätze,
- eine enge Abstimmung mit dem Bürgerverein Bamberg Ost und seine Bürgerinnen und Bürgern über geeignete Standorte.
„Bamberg Ost darf nicht abgehängt werden. „Wir erwarten, dass die Stadt Bamberg jetzt handelt – schnell, entschlossen und mit Blick in die Zukunft, betont Jochen Kellner“

